Die Osteopathische Behandlung

Hier erfahren Sie alles über den Ablauf einer osteopathischen Behandlung.

Anamnese

In der Anamnese (Erstgespräch) werden ihre aktuellen Beschwerden besprochen. Da ihr Körper auch durch Ereignisse die schon länger zurückliegen beeinflusst werden kann, werden zusätzliche Aspekte, wie z.B. Grunderkrankungen, Operationen, Unfälle, größere Verletzungen etc. abgefragt.

Untersuchung und Behandlung

Anschließend erfolgt mittels Palpation und verschiedener Tests eine manuelle Untersuchung des gesamten Körpers. Dabei ist es wichtig, das der Therapeut möglichst wertfrei an den Patienten herantritt. Da das Wohlbefinden und die Entspannung des Patienten eine wichtige Rolle für den Behandlungserfolg spielen ist es von Vorteil ein gutes Therapeut-Patient-Verhältnis aufzubauen. In welchem der Patient offen über seine Wahrnehmung sprechen und jederzeit Fragen stellen kann.

Wie funktioniert Osteopathie?

Die Feststellung einer Dysfunktion setzt langes und intensives Training des Tastvermögens voraus. Die osteopathische Behandlung erfolgt mit eigens entwickelten osteopathischen Techniken. Ziel ist, es dem behandelten Menschen zu ermöglichen, durch Verbesserung der Beweglichkeit der betroffenen Struktur, sich selbst auf natürliche Art und Weise ins Gleichgewicht zu bringen.

Osteopathie beschränkt sich nicht auf die Behandlung einzelner Symptome, sondern sieht immer den Menschen als Ganzes. Behandelt werden daher auch keine Krankheiten, sondern Menschen. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, Indikationen für die Osteopathie anzugeben. Die Beseitigung von Symptomen ist im Grunde nicht Ziel der Behandlung, sondern nur ein Ergebnis der Auflösung von Einschränkungen osteopathischer Dysfunktionen jeder Art.

Bevor eine osteopathische Behandlung begonnen wird, ist es manchmal ratsam, eine einhergehende schulmedizinische Diagnostik voranzustellen. Auch Befunde aus früheren medizinischen Untersuchungen sind hilfreich.


Behandlungsanzahl

Wie viele Sitzungen nötig sind, ist individuell und hängt u.a. von der Dauer der Beschwerden sowie deren Alter und Entstehungsgrund zusammen. Grundsätzlich sollte nach 3-4 Behandlungen eine Veränderung der Beschwerden spürbar sein. Sollte dies nicht eintreten, suche ich gerne mit Ihnen weitere Möglichkeiten die Ihnen weiterhelfen könnten. Chronische Beschwerden können eine längere Behandlungsdauer erfordern. Der Abstand zwischen den Behandlungen kann 1-4 Wochen betragen.

Behandlungsdauer

Die Behandlung dauert in der Regel inklusive Anamnese 50-60 Minuten. Je nach Bedarf kann die Behandlung auch kürzer ausfallen. Bei Säuglingen und jüngeren Kindern reicht nach dem einstündigen Ersttermin in der Regel eine Behandlungszeit von 30 Minuten.


Zu beachten

Durch die ganzheitliche Herangehensweise und das Arbeiten auf den verschiedenen Ebenen des Körpers, kann es zu einer kurzfristigen Erstverschlimmerung der Beschwerden kommen. Diese sollten innerhalb weniger Tage wieder abklingen. Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf die Symptome des Patienten abgestimmt.

Grenzen der Osteopathie

Osteopathie ist eine ergänzende Form zur Schulmedizin. Schwerwiegende Erkrankungen wie z.B. schwere psychische Störungen, akute Infektionskrankheiten, Krebs und Tumore gehören in die Behandlung eines Facharztes. Eine osteopathische Behandlung sollte nur in Absprache mit dem zuständigem Arzt erfolgen.


Kosten

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker. Die Kosten variieren, je nach Behandlungsdauer und Leistung, zwischen 45 und 120 Euro.

Kostenübernahme

Mittlerweile erstatten über 100 gesetzliche Krankenkassen anteilig die Kosten einer osteopathischen Behandlung. Eine Liste mit den gesetzlichen Krankenkassen und ihren Leistungen finden sie hier. Die privaten Krankenkassen und die Beihilfe übernehmen häufig einen großteil der Kosten aber auch hier gibt es Unterschiede. Informieren sie sich daher am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse über die Vertragsbedingungen.

Ich bin Mitglied im Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) und verfüge durch meinen Bachelor und Masterabschluss über mehr als die meistens von den Krankenkassen geforderten 1350 Ausbildungsstunden.